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Es steht eine Burg auf dem Berge
Und Schaut hinab in das Land.
Sie bauten nicht Riesen, noch Zwerge Sie baute nur Menschenhand .
Und fallen auch rings die Mauern,
Und löst sich Stein von Stein,
Sie wird dem Volke der Bauern
Ein mahnendes Denkmal sein.
Ja, könnten die Steine reden,
Sie sprächen von mancher Schlacht,
Von grimmigen, blutigen Fehden
In stürmischer Wolkennacht.
Jetzt schlägt ein friedliches Schweigen
Den Berg und die Burg in Bann,
Manch liebende Paare steigen
Zu ihrer Höhe hinan.
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Sie blicken glücklich
hernieder
Ins dämmrige Waldestal,
Der Mond beleuchtet wieder
Das Land mit mildem Strahl.
Da öffnet der Schönheit Fülle
Manch stumm verschlossenen Mund.
Sie schlissen in trauriger Stille
fürs Leben den ewigen Bund.
Und wie in höheren Schlägen
Der liebenden Herz erbebt,
so ist's, als ob der Segen
Der Ahnen sie mahnend umschwebt.
Der Kampf, den die Väter einst stritten
Für Freiheit und gutes Recht,
Für Sprache und ehrbare Sitten,
Erneue du, junges Geschlecht.
von
W. Hermann |